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Ich bin seit über 12 Jahren Autorin – das habe ich dabei gelernt

So, der zweite Teil meines bisherigen Werdeganges. Falls du nach dem ersten Part suchst, wirst du hier fündig.

Also, ich endete bei meinen neuen Kundinnen. Die ich nur fand, weil meine beiden Freundinnen sahen, wie beschissen es mir ging. Sie machten für mich, wozu ich nicht in der Lage war – sie haben über meine Fähigkeiten gesprochen, an mich und mein Talent geglaubt. Nadja und Anna an dieser Stelle noch mal ganz viel Liebe für euch <3!

Kundin A – Simone war selber Texterin und leitete mir Kunden weiter, für deren Aufträge sie keine Kapazitäten mehr hatte. So musste sie Kunden nicht vergraulen, ich hatte tolle und spannende Texte und sie beriet mich gerne in vielerlei Hinsicht, was die Arbeit als Texterin betraf. Ich bin so dankbar für ihre Insights! Kundin B – Cornelia wiederum ist Coach für Persönlichkeitsentwicklung und suchte jemanden für Social Media. Diese beiden Zusammenarbeiten sind noch immer die Grundlage für meine aktuelle Arbeit, für meine Kommunikation und meine Ansprüche an Kunden. Ohne diese positive erste Erfahrung hätte ich nie den Mut gehabt, zwei Jahre später ganz spontan und ohne weiter darüber nachzudenken, Henriette auf Grund einer Instagram-Anzeige anzuschreiben. Sie suchte darin eigentlich eine Grafikerin und ich schrieb: „Visuelle Gestaltung kann ich nicht, aber falls Du jemanden zum Schreiben suchst – hier bin ich.“ Für Henriette schrieb ich zwei Jahre lang Blogtexte für ihren Speakerinnenkongress, bis sie diesen Teil ihres Business einstellte. Danke an diese tollen Frauen an dieser Stelle! Ohne Euch hätte ich meine Selbstständigkeit wahrscheinlich längst wieder an den Nagel gehängt.

Neben meiner Arbeit als Texterin arbeitete ich aber auch stetig weiter an meinen Büchern. 2018 veröffentlichte ich meinen Erstling „Die Apokalypse ist nicht das Ende der Welt“ im Selfpublishing und … naja, die erste Auflage war nicht gut. Natürlich war die Story super und all meine Freunde (mussten) eine Ausgabe kaufen, aber nach dem letzten Korrekturdurchgang meiner Lektorin klickte ich einfach auf „alle Änderungen annehmen“ und las mir das Manuskript nicht noch mal durch. Pro Tipp für alle hier, die selbst mal ein Buch schreiben möchten – lest es vor der Veröffentlichung noch mal durch. Dann wäre mir nämlich aufgefallen, dass beim letzten Durchlauf die korrigierten Worte in die zu korrigierenden Worte eingefügt wurden. Da stand dann also (nur als Beispiel) eigendeigentlichlich. Eine Katastrophe, die mir erst auffiel, nachdem gute und sehr ehrliche Freunde mich darauf hinwiesen.

Wichtigste Lektion als Autorin – Lerne aus deinen Fehlern!

Lest eure Texte vor der Veröffentlichung noch mal durch. Ja, ich wiederhole mich. Glücklicherweise konnte ich die Datei schnell verbessern und neu hochladen. Dummerweise hatte ich aber schon Exemplare an Personen geschickt, die in dem Buch auftauchen (Lieblingspodcast und Lieblingsband). Peinlich.

Bitte nicht nachmachen!

Lest eure Texte vor der Veröffentlichung noch mal durch.

2019 zogen wir aus Nordhessen nach Südbaden, direkt an die Grenze zur Schweiz. Durch den Stress dieses Unterfangens legte ich für 2019 meine Tätigkeiten erst mal auf Eis. Ich dachte, wenn der Umzug durch ist, kann ich mir an meinem neuen Heimatort einen neuen Kundenstamm aufbauen. Dann kam Corona. Zu dieser Zeit muss ich nicht viel sagen, wir waren alle dabei. Aber sie gab mir die Zeit und den Schub, wieder an die Uni zu gehen, um endlich mein Studium zu beenden. Diesen Sommer schreibe ich meine Bachelorarbeit und ich könnte nicht dankbarer für diese Erfahrung sein. Gerade das Studium hat mir gezeigt, dass meine Liebe immer das Verfassen meiner Bücher sein wird. Ich liebe es, Geschichten zu erfinden. In 2020 habe ich außerdem meinen zweiten Roman „Nur Monster mögen Ananas auf Pizza“ und meine Kurzgeschichtensammlung veröffentlicht.

Auch wenn ich noch immer mein Geld mit Auftragstexten verschiedener Art (aber nicht mehr für 2 Cent das Wort) verdiene, meine Liebe bleibt bei meinen Büchern.

Nach all dem ersten Stress mit „Die Apokalypse ist nicht das Ende der Welt“ bringe ich dieses Jahr eine Neuauflage raus, in der ich ein paar Fehler aus Erfahrungsmangel und ICH WILL ENDLICH FERTIG WERDEN beseitige.

Meinen Roman in dem Zustand, in dem er war zu diesem Zeitpunkt zu veröffentlichen, nach dem wirklich unschönen Ende bei meinem letzten Arbeitgeber, war notwendig, um mich aus einem sehr tiefen, dunklen Loch wieder rauszuziehen. Jetzt geht es mir gut und ich kann diesem Buch viel mehr Liebe geben. Ich freue mich schon darauf, die Meinungen der Leserinnen zu hören – vor allem von denen, die das Original schon gelesen haben.

Ich hatte in den letzten Jahren viele Möglichkeiten, meine Liebe für gute Geschichten auszuleben, unter anderem auch in meinem Podcast, den ich nach Ende des Semesters wieder beleben werde. Jetzt bin ich einfach gespannt auf die Dinge, die noch kommen!

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